SV Viktoria Aschaffenburg - DJK Don Bosco Bamberg 1:2
DJK-Team gelingt Comeback zum Saisonauftakt
Gleich von Beginn an standen die Gäste aus Bamberg gegen die engagiert auftretenden Aschaffenburger unter Druck. In den ersten zehn Minuten wirkten sie etwas verschlafen und unkonzentriert, sodass das hellwache Heimteam zu zahlreichen Abschlüssen und einigen hochkarätigen Torgelegenheiten kam. Diese resultierten aus Fehlern im Spielaufbau oder wurden durch gefällige Passkombinationen herausgespielt. Allerdings konnten Keeper Ferdinand Berth und die Hintermannschaft um Milan Naszkowski und Aaron Malik Kaze Kenne, Max Möller und Emil Bader diese Chancen, häufig im letzten Moment, entschärfen. Erst nach zehn Minuten gelang es der DJK, sich etwas zu befreien und das Spiel ausgeglichener zu gestalten, ohne dabei aber selbst große Torgefahr auszustrahlen. Gegen Ende der ersten Spielhälfte drängte die Viktoria, die durch große Laufbereitschaft und strukturiertes Angriffsspiel zu gefallen wusste, die DJK erneut weit in die eigene Hälfte zurück. Die Mannen von Christian Wachter und Mats Hümmer agierten in dieser Phase wieder zu verhalten und kamen meist einen Schritt zu spät. So auch beim Kopfball zum verdienten 1:0 (34. Minute) nach einer Ecke, bei dem sich die Nummer 16 bei der Viktoria schneller zum Ball orientierte als die Verteidigung.
Die beiden Trainer müssen den Wildensorger Jungs in der Halbzeit den richtigen Weg ins Spiel aufgezeigt haben, auch wenn die Aschaffenburger gleich zu Beginn der 2. Hälfte bei drei guten Gelegenheiten den Sack hätten zu machen können oder müssen. Spätestens nach den ersten Wechseln kämpfte sich das Team der DJK immer mehr in die Partie. Häufig ausgehend von Milan Naszkowski konnten die beiden Frischen, Amaru Cardenas Meuschke und Jérémie Atangana, jetzt vor allem über den linken Flügel Angriffe initiieren, die für Torgefahr sorgten. In der 50. Minute traf Max Schmittroth bei einem Freistoß die Latte, in der 56. Minute gelang Jérémie Atangana mit einem unhaltbaren Schuss ins rechte obere Eck der Ausgleich. In der 63. Minute traf der ebenfalls eingewechselte Leonhard Hummel im Anschluss an die vierte Ecke in Serie nach einem wilden Gestochere geistesgegenwärtig zum Führungstreffer der DJK, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Die letzten Angriffsversuche der Viktoria, zumindest das Unentschieden wiederherzustellen, hatten nicht mehr die Qualität der ersten 50 Minuten und wurden von der DJK mit Herz und Verstand „wegverteidigt“. Durch Entlastungsangriffe von Liam Ebertsch und Luca Zarbock, die auch neu in die Partie gekommen waren, nahmen die Gelbgrünen wichtige Zeit von der Uhr und brachten den ersten Sieg im ersten Spiel unter Dach und Fach.
Das Team der DJK – für das in dieser Woche zwei weitere wichtige Spiele anstehen, am Mittwoch das Derby gegen den FC Eintracht Bamberg und am Sonntag gegen den oberfränkischen Dauerrivalen aus Bayreuth – startet also mit einem glücklichen Sieg in die Bayernligasaison. Entscheidend war dafür, dass die Viktoria ihre Überlegenheit nicht in Tore umwandeln konnten, was vor allem am hervorragend aufgelegten Bamberger Schlussmann lag und an der gezeigten Bereitschaft, sich als Team gegen die Niederlage zu stemmen, sowie an der in der zweiten Hälfte deutlichen Leistungssteigerung, die auch durch die Tiefe des Kaders ermöglicht wurde.
Für die DJK liefen auf: Ferdinand Berth, Milan Naszkowski, Aaron Malik Kaze Kenne, Justus Kasper, Xaver Stretz, Luiz Strätz, Max Schmittroth, Max Möller, Jonathan Ruß, Emil Bader, Oscar Büchner, Jérémie Atangana, Amaru Cardenas Meuschke, Luca Zarbock, Liam Ebertsch, Leonhard Hummel und Sebastian Siegmann.