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DJK ohne Chance - 1:5 gegen SpVgg Ansbach

Zwei Hiobsbotschaften musste Trainer Tobias Eichhorn am Samstag hinnehmen, denn kurzfristig musste er im Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach auf Alex Xu und Ioannis Rigas verzichten. Besonders der Ausfall von Rigas tat der DJK weh, spielte er zuletzt in bestechender Form. Zu allem Übel verletzte sich nach 25 Minuten auch noch Julius Dorn ohne Fremdeinwirkung und musste ausgewechselt werden. Damit war die Kreativabteilung frühzeitig verwaist. Die Ausfälle dürfen aber keine Entschuldigung für die schwache Leistung sein. Die Gäste führten nach 36 Minuten bereits mit 0:3, traten aber keinesfalls spielbestimmend auf. Vielmehr profitierten sie von den ungewohnt vielen Fehlern auf Bamberger Seite. Ansbach hatte in der dritten Minute die erste Möglichkeit durch einen Freistoß aus 18 Meter halbrechter Position, doch der über die Mauer auf das kurze Eck gezogene Ball konnte von Torwart Bruno Zimmermann per Faustabwehr unschädlich gemacht werden. Auf der Gegenseite kam Linus Nüßlein im Sechzehner halbrechts zum Schuss, der aber gegen den linken Pfosten und von dort ins Feld prallte. Glück für Ansbach (9.). Noch mehr Glück hatten die Gäste nur eine Minute später. Nach Angriff über die rechte Seite kam die Flanke in den Sechzehner. Die Heimabwehr war in Überzahl und hatte die Möglichkeit zu klären. Doch ein Querschläger auf Höhe des Elfmeterpunktes brachte unverhofft Luke Leipold in Position, der dieses Geschenk dankend annahm und aus kurzer Entfernung zur Gästeführung einschob! Die Chance zum Ausgleich bot sich Luis Keilich nach 15 Minuten. Nach klasse Pass von Juli Dorn aus der eigenen Hälfte schüttelte Keilich gekonnt seinen Gegenspieler ab, setzte aber seinen anschließenden Schuss links am Kasten vorbei. In der 18. Minute näherten sich die Ansbacher über links dem heimischen Sechzehner an. Max Riese machte mit dem Ball am Fuß einen Schritt zur Mitte und zog mit rechts ab. Auf Höhe des Fünfers kreuzte ein Mitspieler die Richtung des Balles und irritierte mit dieser Bewegung Keeper Zimmermann, sodass die Kugel neben dem rechten Pfosten zum 0:2 einschlug. Nur fünf Zeigerumdrehungen später Riesenbrett zum Anschlusstreffer für die DJK. Luis Keilich profitierte davon, dass sein Gegenspieler ausrutschte. Er übernahm halbrechts den Ball, ließ Richtung Zentrum gekonnt einen Ansbacher Abwehrspieler stehen und hätte abschließen können, passte aber auf den besser stehenden Tim Kühnlein auf Höhe des linken Pfosten. Kühnlein aber legte nochmal auf den einlaufenden Linus Nüßlein ab, der schließlich mit seinem Schuss am stark reagierten Zakhar Khyzhniak im Gästetor scheiterte. Vergab nach 34 Minuten noch Andac Gynyol für die Gäste, als er im Sechzehner seinen Versuch über das Tor schoß, markierte erneut Luke Leipold nach 36 Minuten das 0:3. Einen langen Pass in die Tiefe erlief sich die Nr. 11 und spitzelte den Ball am herauslaufenden Bruno Zimmermann vorbei ins Tor. Zimmermann war es, der kurz vor dem Pausenpfiff bei einer weiteren Möglichkeit für Ansbach einen noch höheren Rückstand verhinderte und zumindest die Hoffnung auf etwas Zählbares hochhielt.

Diese Hoffnung nährte Luis Keilich mit seinem Treffer in der 47.Minute. Die Bamberger liefen die Gäste hoch an, Tim Kühnlein eroberte 20 Meter vor dem Tor den Ball. Diesen übernahm Keilich und überwand Khyzhniak per Linksschuss zum Anschlusstreffer. Doch es blieb bei diesem kurzen Strohfeuer, es passierte lange Zeit nichts mehr. Die DJK konnte nicht, Ansbach verwaltete vorerst den Vorsprung. Die nächsten Möglichkeiten hatten dann wieder die Gäste. Zunächst kombinierten sie sich sehenswert in den Sechzehner der Heimmannschaft, wo Benedikt May mit letztem Einsatz den vierten Treffer vorerst verhinderte, indem er den Abschluss mit der Stiefelspitze an den eigenen Pfosten lenkte (68.). Und nur eine Minute später wurde Alexander Edel herrlich in Szene gesetzt  und schoss von halbrechts aus kurzer Distanz knapp links am DJK-Gehäuse vorbei. Einzige erwähnenswerte Offensivaktion der Wildensorger war dann ein Verzweiflungsversuch von Benedikt May, der den Ball über halblinks in den Lauf bekam und mangels Anspielmöglichkeiten vor dem Tor aus spitzem Winkel auf das kurze Eck schoss, Khyzhniak aber erst mit der Faust abwehrte und anschließend die Kugel sicher fing. Mit einem Doppelschlag entschied Ansbach dann die Partie endgültig. Erst wurde Kapitän Dino Kolenovic per Außenristpass herrlich auf rechts angespielt. Er zog den Ball flach vor das Tor, wo Luke Leipold am zweiten Pfosten nur noch einschieben musste (84.). In der 86. Minute wehrte die DJK zwar einen Angriff ab, brachte den Ball aber nur knapp aus der Box. Michael Stöber kontrollierte das Spielgerät und sorgte mit seinem Linksschuss ins rechte Eck vorbei am chancenlosen Bruno Zimmermann für den 1:5 Endstand!

René Wehner